Hochpräzise aufs Papier

Besuch in Burghausen: Takayoshi Miyatani (l.), Sales Director bei Clariant Japan, und Daisuke Harada (r.), Technical Sales Manager bei Clariant Japan, mit Dr. Ingmar Piglosiewicz, Leiter Technisches Marketing HDK® bei WACKER.

Kieselsäuren für die Toneranwendung müssen besonders gut auf die Oberfläche der Tonerpartikel verteilbar sein. Großtechnisch spricht man vom „Additive Blending Step“. In diesem Schritt wird – im Anschluss an die Herstellung des Rohtoners – Kieselsäure eingemischt. Die Kieselsäure muss sich dabei mit wenig Energieaufwand in kleinere Einheiten zerteilen lassen und die Tonerpartikel gleichmäßig umhüllen. Nur so wird später das gewünschte Eigenschaftsprofil erzielt. Damit das funktioniert, arbeiten Piglosiewicz und seine Mitarbeiter an der Dispergierbarkeit der Kieselsäure. Sie ist ein Maß dafür, wie leicht sich das Additiv auf die Trägerpartikel bringen lässt. „Nicht nur die Dispergierbarkeit können wir beeinflussen“, hebt Piglosiewicz hervor. „Wir haben die Möglichkeit, durch Oberflächenbehandlung mit verschiedensten Silanen und Siloxanen Eigenschaften auf die Anwendung zuzuschneiden. Wichtig ist auch die genaue Auswahl der richtigen Partikelgröße und die Einstellung der Partikelgrößenverteilung.“

„Man muss dem Markttrend folgen“, sagt Takayoshi Miyatani. Er ist Sales Director bei Clariant Japan und vermarktet zusammen mit seinem Team die pyrogene Kieselsäure von WACKER sowie weitere Toneradditive. Der japanische Markt fordert immer neue Lösungen, mit denen die Hersteller den Forderungen nach höheren Druckgeschwindigkeiten, gesteigerter Bildauflösung und auch Kostenund Nachhaltigkeitsaspekten begegnen können. Die Produzenten setzen zunehmend auf Toner mit niedrigen Glasübergangspunkten und kleiner, definierter Partikelgröße und -form. Solche Pulver lassen sich mit weniger Energie auf dem Papier fixieren. Der Prozess wird schneller und es lassen sich immer höhere Bildauflösungen erzielen. Wenn sich die Zusammensetzung des Toners verändert, kann es erforderlich werden, auch das Kieselsäureprodukt anzupassen. Darauf muss Piglosiewiczs Team in Burghausen reagieren – in enger Abstimmung mit Clariant und dem Tonerproduzenten.

Gewachsene Vertrauensbasis

„Regelmäßige Besuche vor Ort sind sehr wichtig in der japanischen Firmenkultur“, erklärt Clariant-Manager Takayoshi Miyatani. „Nur über die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht lässt sich eine Vertrauensbasis aufbauen, auf der wir gemeinsam auf die Bedürfnisse unserer langjährigen Kunden eingehen und ihre Wünsche berücksichtigen können.“ Das Marktverständnis und die Präsenz von Clariant in den Regionen, zusammen mit der langjährigen Erfahrung von WACKER im Bereich der Kieselsäurespezialitäten, setzt Synergien frei, die von den Endkunden geschätzt werden. Oder wie es Takayoshi Miyatani formuliert: „Unsere jahrzehntelange Zusammenarbeit und das vertrauensvolle Verhältnis zu unserem Partner WACKER hat sich bestens bewährt.“